„BRAFO“ – Maßnahme der vertieften Berufsorientierung






Das Landesberufsorientierungsprogramm „BRAFO - Berufswahl Richtig Angehen Frühzeitig Orientieren – hilft den Schülern der 7. und 8. Klassen der Sekundar- und Förderschulen, frühzeitig ihre Begabungen, Stärken und Schwächen zu erkennen, um darauf aufbauend eine konkrete Berufsorientierung anzugehen. Sie erhalten die Möglichkeit, ihre individuellen Fähigkeiten zu erkennen und diese mit gewünschten Berufsfeldern abzugleichen. Damit ist BRAFO eine wichtige Schnittstelle zwischen Schule und Beruf.

BRAFO setzt sich grundsätzlich aus 2 Modulen zusammen. Im Modul 1 wird mit dem Kompetenzerkundungstag begonnen. Er findet an den Schulen statt. Hier werden berufsrelevante persönliche Eigenschaften, Interessen und Neigungen der Jugendlichen erfasst und die Möglichkeiten der Interessenerkundungstage vorgestellt und die an diesem Tag erstellte Selbsteinschätzung der Schülerinnen und Schüler mit verschiedenen Fremdeinschätzungen, in Bezug gesetzt.

Damit werden die Voraussetzungen für die dann folgenden 4 Interessenerkundungstage geschaffen. Für diese Interessenerkundungen, die in den Werkstätten und Übungsräumen der AWZ GmbH durchgeführt werden, stehen 12 Tätigkeitsfelder, die in 4 Lebenswelten zusammengefasst sind, zur Auswahl.

Im Modul 2 besteht für Schüler mit besonderem Unterstützungsbedarf die Möglichkeit, an einem einwöchigen freiwilligen Betriebspraktikum in den Ferien nach Beendigung des 7. Schuljahres bis zu den darauf folgenden Winterferien teilzunehmen.

Weitere Informationen erhält man unter den folgenden Links:
http://www.ms.sachsen-anhalt.de/themen/arbeit/berufsorientierung-ausbildung/brafo/
http://www.brafo-ke.de

Das Programm wird aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds des Landes Sachsen-Anhalt sowie Mitteln der Bundesagentur für Arbeit im Rahmen der vertieften Berufsorientierung nach Paragraph 48 Sozialgesetzbuch III gefördert. BRAFO wird landesweit an allen Sekundarschulen, Gesamt- und Gemeinschaftsschulen und Förderschulen umgesetzt.




„BOP“ - Berufsorientierung in überbetrieblichen und vergleichbaren Berufsbildungsstätten



Der Berufsorientierungsprozess für die Schülerinnen und Schüler der Sekundar- und Förderschulen des Bereichs Halberstadt im Landkreis Harz wird nach erfolgreichem Abschluss des Landesberufsorientierungsprogramm „BRAFO“ in der Klassenstufe 8 fortgesetzt. Mit dem, durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) initiierte Programm zur "Förderung der Berufsorientierung in überbetrieblichen und vergleichbaren Berufsbildungsstätten" (BOP) wurden dafür die notwendigen Voraussetzungen geschaffen.

Mitte der 8. Klasse nehmen die Schüler und Schülerinnen an einer 2-tägigen Potenzialanalyse teil. Es finden handlungsorientierte Übungen (Rollenspiel, Präsentationen, Arbeitsproben, Übungen in 4 bis 5 verschieden Berufsfeldern) statt. Darüber hinaus erfolgen Fremdeinschätzungen durch die Eltern, Klassenleiter und einen Mitschüler, die dann ins Verhältnis zur Selbsteinschätzung des Schülers gesetzt werden. Außerdem erfolgt eine Erfassung der Kompetenzen, Stärken und Interessen an jeder Station, die der Schüler durchläuft. Dadurch ergibt sich ein auswertbares Ergebnis für die Beurteilung der Kompetenzen des Schülers. Es erfolgt außerdem auch ein Vergleich mit den aus dem Projekt BRAFO vorliegenden Ergebnissen. So können vorhandene soziale, methodische, personale und fachliche Kompetenzen heraus gearbeitet werden. Die Schüler erhalten wertvolle Hinweise für die weitere berufliche Ausrichtung.

Nach der Potenzialanalyse erhalten die Schülerinnen und Schüler an 6 Werkstatttagen die Möglichkeit mindestens drei Berufsfelder praxisnah kennenzulernen. Die Jugendlichen werden während der praktischen Erprobungen von erfahrenen Ausbilderinnen und Ausbildern in den Werkstätten und Übungsräumen der AWZ GmbH angeleitet. Die Jugendlichen erhalten weitere Vorstellungen davon, was im späteren Berufsleben bzw. in den einzelnen Berufsbereichen auf sie zukommen kann.

In der 9. Klasse absolviert der Schüler noch einmal ein 6tägiges Praktikum in einem Berufsfeld. Hier geht es darum, dass jeder Schüler einen konkreten Anteil an der Umsetzung eines einwöchigen Projekts leistet. Dabei kann jeder Schüler seine Stärken einbringen. Hier stehen auch nicht nur die Hauptprozesse des gewählten Berufsfeldes im Mittelpunkt. Hier geht es auch um solche Fragen wie die Planung des Material- und Werkzeugeinsatzes, der Arbeitsschritte, der Mengen- und Zeitkalkulation, der gegenseitigen Bewertung.

Weitere Informationen erhält man unter den folgenden Links:
http://www.berufsorientierungsprogramm.de/html/de/12.php
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